reichsstädtische bibliothek

der stadt schweinfurt


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Beim Übergang der Stadt an Bayern 1802 umfaßte die Ratsbibliothek rund 6.500 Bände und war damit nach der Nürnberger die bedeutendste reichsstädtische Bibliothek in Franken. In ihren ältesten Teilen geht sie auf die Kirchenbibliothek von St. Johannis und die Kanzleibibliothek im Rathaus zurück, die beide kurz nach dem Stadtverderben von 1554 entstanden sein dürften und 1664 zur Ratsbibliothek vereinigt wurden. Einen der wertvollsten Teile der Reichsstädtischen Bibliothek stellen die 111 astronomischen und mathematischen Bücher und Handschriften aus dem Nachlaß der Altdorfer Gelehrten Johannes Praetorius (1537 – 1616) und Petrus Saxonius (1591 – 1625) dar, unter ihnen das Hauptwerk des Copernicus De revolutionibus orbium coelestium von 1543.